Wanderungen

Das Rittergut Gothen

Hallo ihr Lieben

Wenn man an Usedom denkt, dann denkt man natürlich in erster Linie an den Strand, die Ostsee, die Seebrücken, die Seepromenade, volle Strandkörbe und herrliches Wetter. Viele fühlen sich in dem Trubel wohl und haben es gerne, wenn Menschen um sie sind. Wer aber im Alltag schon genug unter Menschen ist und sich im Urlaub wirklich mal erholen will, der ist in Gothen am richtigen Platz.

Gothensee Usedom
Ruhe und Erholung am Gothensee.

Abseits von den drei Kaiserbädern befindet sich der kleine Ort umgeben von Wald und Wiese und in der Nähe des Gothensee. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf bereits 1339 als „Chute“, „Chutem“ oder „Chotum“. Die slawisch abstammenden Begriffe bedeuten so viel wie „Begierde“, was eventuell darauf zurückzuführen ist, dass Gothen neben Mellenthin das Hauptgut der auf Usedom ansässigen adligen Familien war.
Das Gut wechselte im Laufe der Zeit immer mal wieder den Besitzer. 1817 wurde es von dem Forstmeister Georg Bernhard von Bülow (1768-1854) und seinem Bruder Ernst von Bülow-Cummerow für 45.000 Taler gekauft. Die Brüder trugen zu ihren Lebzeiten erheblich zum Tourismus auf der Insel Usedom bei. Bevor Heringsdorf ein beliebter Treffpunkt der Schönen und Reichen wurde, war das Rittergut und der Ort Gothen der Hotspot auf der Insel. Nahe Heringsdorf, auf dem Kulm, ließ von Bülow das Weiße Schloss bauen, als erstes Gästehaus für den beginnenden Badetourismus. Auch heute wird es noch als Hotel und Restaurant benutzt und ist als ältestes Gebäude in Heringsdorf eine beliebtes Ausflugsziel.
Nach den Bülow-Brüdern wechselte Gothen immer mal wieder den Besitzer, bis es schließlich 1890 in die Gemeinde Heringsdorf eingegliedert wurde. Das ehemalige Gutshaus gibt es an sich leider nicht mehr, die Reste wurden im 20. Jahrhundert abgerissen.

Storchennest Gothen
Das Storchennest im Dorfzentrum.

In der Mitte des idyllischen Dorfes befindet sich ein Storchennest. Es wurde tatsächlich extra für die vielen Störche in der Umgebung 2006 erbaut. Auf einer Tafel sind die Ankunfts- und Abflugzeiten der Störche zu sehen. Unglücklicherweise wurden seit einigen Jahren keine Störche mehr gesehen. Wir hoffen jedoch, dass es bald wieder welche zu sehen gibt.

Auf dem Rittergut Gothen kann man heute einen Urlaub der etwas anderen Art verbringen. Es ist wie ein kleiner Bauernhof mit vielen verschiedenen Tieren, ein idealer Ort für Kinder.

Der Gothensee, welcher unter Naturschutz steht, befindet sich in unmittelbarer Nähe und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Er eignet sich sehr gut für ausgiebige Fahrrad- und Wandertouren abseits des üblichen Tourismus.

Landgut Gothen
Ein Streichelzoo direkt vor der Tür.

Auch wenn ihr in einem der schönen Strandbäder Urlaub macht, lege ich euch Gothen und den Gothensee ans Herz. Hier gibt es so viel zu sehen und zu erleben, besonders die Natur. Manchmal kann man gar nicht glauben, dass man sich an der Ostsee befindet, weil man im Nu mitten im Wald steht. Hier ist es für mich am einfachsten runter zu kommen und die Ruhe zu genießen. Wir haben viele schöne Ferienhäuser und -wohnungen in Gothen, Heringsdorf und Umgebung. Schaut bei usedom24.net mal rein, aber beeilt euch! Der Sommer steht so gut wie vor der Tür.

Wir sehen uns!

Eure Laura

Wandertouren – Der Rundweg um den Wolgastsee

Hallo ihr Lieben

 

wie ihr wisst, wandere ich gern im Achterland unserer Sonneninsel Usedom. Eine Wanderung, die ich immer wieder gern mache, ist die Runde um den Wolgastsee. Ich möchte euch daher auf die kleine Tour – nur etwa eine Stunde – einladen:

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Rundweg um den Wolgastsee

Unser Rundwanderweg um den Wolgastsee beginnt am Parkplatz in Korswandt beim Restaurant „Idyll am Wolgastsee“. Am Beachvolleyballfeld geht es vorbei und dann rechts am südlichen Seeufer in den Wald hinein. Nach wenigen Metern stoßen wir auf die Tourenmarkierung „Grünes Eichenblatt auf weißem Grund“, der wir auf der gesamten Strecke um den See folgen. Nach etwa 500 m ist ein Uferstück mit Bank erreicht, von dem man zum ersten Mal ungestört den herrlichen Seeblick genießen kann. Unser Rundweg führt nun durch einen schönen Buchenwald, aus dem man immer wieder kurze Blicke auf den See werfen kann. Wir laufen den Weg weiter und lassen das Gewässer für kurze Zeit hinter uns. Bald ist eine Kreuzung erreicht, an der wir uns links halten. Am Rand des Weges steht eine überdachte Schutzhütte, die zur Rast einlädt. Der Baumbestand geht nun in einen Birkenwald über und wir erreichen nach etwa 300m eine Wegbiegung. Auf der rechten Seite befindet sich die Staatsgrenze zu Polen. Zwei farbige Grenzpfeiler weisen uns darauf hin. Wir halten uns links und erreichen nach kurzer Zeit wieder den See.

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Buchenwälder am Wolgastsee

Unser Weg führt nun wieder durch einen Buchenwald und wir entdecken die letzte Informationstafel, die uns über Fauna und Flora der Region informiert. Danach erreichen wir wieder die Straße und benutzen den Fußweg, der uns zurück zum Restaurant„Idyll am Wolgastsee“ führt. Hier kann man noch einkehren oder eine Fahrt mit dem Ruderboot auf dem See unternehmen. Dieser Rundwanderweg ist besonders für Ungeübte geeignet, da die gesamte Strecke gut befestigt und daher auch für Familien mit Kindern gut zu meistern ist. Ein Naturlehrpfad mit Infotafeln am Rand des Weges bietet uns immer wieder interessante Fakten über die in dieser Region lebenden Tiere und Pflanzen.

Badestelle am Wolgastsee bei KorswandtDas Wasser des Sees ist sehr klar und lädt zum Baden ein. Am schönen Sandstrand kann man einen Badetag auch genießen wenn die Ostsee mal etwas stürmischer ist. Dabei ist das Wasser immer etwas wärmer als die Ostsee. Direkt neben der Badestelle kann man Tret- und Ruderboote ausleihen. Ein Imbiss sorgt dafür, dass man nicht verhungert.

Am Wolgastsee bei Korswandt kann man einen schönen Tag verbringen, egal ob mit Wandern, bei Radtouren oder einfach beim Relaxen am Sandstrand.

Solltet ihr weitere Tipps haben oder euch hat eine andere Wanderung auch sehr gut gefallen, so schreibt mir unter ausflugstipps@usedom24.net. Wir veröffentlichen es gern auf dieser Seite! Eure Mühe ist uns auch ein kleines Dankeschön wert …

Bis bald auf Usedom!

Eure Laura

 
 
 
Usedom, Achterland, Gnitz, Achterwasser

Die Halbinsel Gnitz – ein Paradies für Wanderfreunde

Eine Wanderung, die ich wirklich jedem Urlauber auf der Insel Usedom empfehle, ist die Tour entlang der Südspitze der Halbinsel Gnitz. Von den Ferienhäusern und Ferienwohnungen in den Nordbädern Usedoms, also Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz, Zempin und Koserow, ist der Gnitz schnell zu erreichen. Egal ob im Auto oder auf dem Fahrrad. Entlang der Straße nach Lütow, hat man inzwischen einen schönen Radweg gebaut, so dass man auf bequeme Weise, entlang des Waldes, ungestört mit dem Fahrrad fahren kann. Man kann zwar auch weiter mit dem Rad direkt durch das Naturschutzgebiet fahren, aber aufgrund der schmalen Wege und der Tatsache, dass man sowieso alle Nase lang absteigen würde, um die großartigen Ausblicke zu genießen, ist dieser Weg nicht zu empfehlen. Also am besten die Fahrräder am Beginn des Naturschutzgebietes abstellen (oder das Auto parken) und von da ab zu Fuß weitermarschieren.

Die Wanderung führt entlang des Achterwassers zum südlichsten Punkt der Halbinsel. An vielen Stellen sieht man wie die Naturgewalten – Wasser und Wind – der Vegetation zu schaffen machen: umgestürzte Bäume und überschwemmte Wiesen. Aber man sieht auch, wie sich die Natur selbst hilft und immer wieder neues Leben aus dem Totholz sprießt.
Wenn ich hier wandern gehe, nehme ich mir immer Badesachen mit. Auch wenn es nicht der breite Ostseestrand ist – an der direkten Südspitze kann man gut baden gehen und ist meist völlig ungestört. Sogar ein bisschen Sandstrand lädt zum Sonnenbaden ein.

Wenn man weitergeht, wird es hügelig. Bevor es aber den Weg hinaufgeht, liegt rechter Hand ein kleiner Teich, oder mehr ein Tümpel. Vor allem im Frühjahr wimmelt es hier von Fröschen und man kann sich auf die Bank setzen, um dem Froschkonzert zu lauschen. So schön sich das anhört, ist es Gott sei Dank weit genug von unseren Ferienhäusern und Ferienwohnungen entfernt, sonst wären sie auch nicht so beliebt.

Beim Weitergehen steigt man einen Berg hoch und befindet sich im Nu ca. 30…40 Meter über dem Achterwasser. Von hier oben hat man eine grandiose Aussicht auf die vorbeiziehenden Boote und die dahinter liegende Festlandküste. Diese Erhebung nennt sich „Weisser Berg“. Man sieht die Peenewerft in Wolgast, die Kirche in Lassan und die Windkraftanlagen auf den umliegenden Hügeln.
Der Weg führt weiter zum „Naturcamping Usedom“, ein nicht so überlaufener Campingplatz, der sich wunderschön im Kiefernwald versteckt. Auch hier gibt es einen kleinen Strand mit Bademöglichkeit.
Wenn man den Weg über den Campingplatz wählt, kann man in einem größeren Bogen wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung gelangen.

Diese Tour mache ich zu jeder Jahreszeit gern. Im Frühjahr genieße ich das Erwachen der Natur, das frische Grün und das Quaken der Frösche. Im Sommer riecht der Kiefernwald so typisch nach Nadeln und Staub – eine Kombination, die mich immer an die Sommerurlaube meiner Kindheit erinnert. Der Herbst lockt mit wunderschöner Laubfärbung des Mischwaldes und im Winter ist meist der Randbereich des Achterwassers gefroren.

Auf der Tour gibt es zwei Lokale/Cafes, in die ich gerne einkehre, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Habe ich euch neugierig gemacht? Vielleicht trifft man sich ja am Gnitz!

Liebe Grüße
Eure Laura