Ferienhausvermittler und Reisebüros Usedom

Ferienhausvermittler und Reisebüros in Zeiten von Corona

Hallo ihr Lieben

 

aus aktuellem Anlass muss ich meine Artikelserie mal unterbrechen und eine Lanze für die Mitarbeiter der Ferienhausvermittler und Reisebüros brechen!

Was aktuell durch die Corona-Kriese hier abgeht, kann man sich kaum vorstellen. Ich arbeite ja erst seit kurzem hier und kann mich daher nur begrenzt einbringen, aber wenn ich sehe, wie die Kolleginnen und Kollegen rund um die Uhr beschäftigt sind mit Anfragen von Gästen und Vermietern, Stornierungen und Umbuchungen sowie Rückzahlungen von Geldern, dann kann ich meine Mitarbeiter nur bewundern. Vor allem, da die Ferienhausvermittlungen und Reisebüros das gänzlich für Null machen! Keine Reise = keine Mieteinnahmen = keine Provision für die Reisebüros!

Wobei das die meisten Reisebüros aus Kulanz machen, denn formal haben sie ihre Leistung mit dem Abschluss des Reisevertrages erbracht und könnten dem Vermieter/Veranstalter die Provision in Rechnung stellen. Alle Ferienhausvermittler und Reisebüros die ich kennengelernt habe verzichten aber darauf, da sie wissen, dass die Vermieter ja auch keine Einnahmen haben ☹

Wir sitzen alle in einem Boot. Die Urlauber, die ihren lange geplanten und verdienten Urlaub nicht antreten können. Die Vermieter, die keine Mieteinnahmen haben, wobei die laufenden Kosten existenzgefährdend sind. Und eben die Vermittler und Reisebüros, die die ganze Arbeit haben aber ebenfalls um ihre Existenz fürchten müssen.

Eine Bitte deshalb: Denkt daran, dass nicht allein ihr unter dieser Krise leidet. Viele Menschen geben ihr Bestes und müssen dennoch um ihre Existenz bangen!

Hier noch eine Zuschrift, die mir ebenso sehr zu denken gegeben hat, von Claudia Mades, einer Mitarbeiterin des Reisebüros „Design Travel“, München:

Ferienhausvermittler und Reisebüros Usedom„Liebe Kollegen! Ich finde es wichtig, sich gegenseitig zu unterstützen und solidarisch mit Leistungsträgern zu sein, sehr sogar. Aber ich kann die Forderungen an die Reisebüros langsam nicht mehr hören. Reisebüros sollen die Kunden weit über ihren eigentlichen Auftrag (die Vermittlung) betreuen (unentgeltlich), sie sollen Krisenmanager sein (unentgeltlich), sie sollen auch „Nicht“-Kunden alle Fragen freundlich beantworten (unentgeltlich). Reisebüros müssen ihre Geschäfte schließen und trotzdem weiter Miete zahlen, sie müssen Homeoffices organisieren und trotzdem weiter Gehälter zahlen. Veranstalter sind nicht erreichbar, wollen aber, dass Reisebüros 24/7 alle Nachrichten umsetzen, umbuchen, dem Kunden Gutscheine aufdrängen. Reisebüros müssen aktuell sehr stark darauf achten, die Kundenbeziehung nicht zu schädigen. Die Kunden merken, wer in der Krise ihre Interessen vertritt. Je länger die Krise dauert, umso grösser wird das Misstrauen. Auch die Kunden haben finanzielle Einbußen, oft können sie sich den ursprünglich geplanten Urlaub schlicht nicht mehr leisten und brauchen die Erstattung der geleisteten Zahlung (siehe BGB §651 ff.) für ihren Lebensunterhalt. Die Veranstalter fordern Solidarität, buchen aber im gleichen Atemzug Provisionen zurück und nehmen kleinen Unternehmen die Liquidität. Für die Rettung der Unternehmen in dieser Krise gibt es finanzielle Hilfen, besonders für die großen Unternehmen, Mittelständler sind noch weitestgehend ohne Förderungen durch die Regierung, auch wenn es anders kommuniziert wird. Reisebüros werden die Veranstalter finanziell nicht retten können. Sie müssen eher von den Veranstaltern gerettet werden. Denn Reisebüros sind DAS Vertriebsnetz in Deutschland. Hört auf, von den Reisebüros andauernd zu fordern. Helft ihnen! Solidarität ist keine Einbahnstraße. Respektvoller Umgang funktioniert nur, wenn er von allen Verhandlungspartnern gelebt wird.“

 

Bleibt gesund!

Eure Laura

 

 

 

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