Usedom, Achterland, Gnitz, Achterwasser

Die Halbinsel Gnitz – ein Paradies für Wanderfreunde

Eine Wanderung, die ich wirklich jedem Urlauber auf der Insel Usedom empfehle, ist die Tour entlang der Südspitze der Halbinsel Gnitz. Von den Ferienhäusern und Ferienwohnungen in den Nordbädern Usedoms, also Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz, Zempin und Koserow, ist der Gnitz schnell zu erreichen. Egal ob im Auto oder auf dem Fahrrad. Entlang der Straße nach Lütow, hat man inzwischen einen schönen Radweg gebaut, so dass man auf bequeme Weise, entlang des Waldes, ungestört mit dem Fahrrad fahren kann. Man kann zwar auch weiter mit dem Rad direkt durch das Naturschutzgebiet fahren, aber aufgrund der schmalen Wege und der Tatsache, dass man sowieso alle Nase lang absteigen würde, um die großartigen Ausblicke zu genießen, ist dieser Weg nicht zu empfehlen. Also am besten die Fahrräder am Beginn des Naturschutzgebietes abstellen (oder das Auto parken) und von da ab zu Fuß weitermarschieren.

Die Wanderung führt entlang des Achterwassers zum südlichsten Punkt der Halbinsel. An vielen Stellen sieht man wie die Naturgewalten – Wasser und Wind – der Vegetation zu schaffen machen: umgestürzte Bäume und überschwemmte Wiesen. Aber man sieht auch, wie sich die Natur selbst hilft und immer wieder neues Leben aus dem Totholz sprießt.
Wenn ich hier wandern gehe, nehme ich mir immer Badesachen mit. Auch wenn es nicht der breite Ostseestrand ist – an der direkten Südspitze kann man gut baden gehen und ist meist völlig ungestört. Sogar ein bisschen Sandstrand lädt zum Sonnenbaden ein.

Wenn man weitergeht, wird es hügelig. Bevor es aber den Weg hinaufgeht, liegt rechter Hand ein kleiner Teich, oder mehr ein Tümpel. Vor allem im Frühjahr wimmelt es hier von Fröschen und man kann sich auf die Bank setzen, um dem Froschkonzert zu lauschen. So schön sich das anhört, ist es Gott sei Dank weit genug von unseren Ferienhäusern und Ferienwohnungen entfernt, sonst wären sie auch nicht so beliebt.

Beim Weitergehen steigt man einen Berg hoch und befindet sich im Nu ca. 30…40 Meter über dem Achterwasser. Von hier oben hat man eine grandiose Aussicht auf die vorbeiziehenden Boote und die dahinter liegende Festlandküste. Diese Erhebung nennt sich „Weisser Berg“. Man sieht die Peenewerft in Wolgast, die Kirche in Lassan und die Windkraftanlagen auf den umliegenden Hügeln.
Der Weg führt weiter zum „Naturcamping Usedom“, ein nicht so überlaufener Campingplatz, der sich wunderschön im Kiefernwald versteckt. Auch hier gibt es einen kleinen Strand mit Bademöglichkeit.
Wenn man den Weg über den Campingplatz wählt, kann man in einem größeren Bogen wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung gelangen.

Diese Tour mache ich zu jeder Jahreszeit gern. Im Frühjahr genieße ich das Erwachen der Natur, das frische Grün und das Quaken der Frösche. Im Sommer riecht der Kiefernwald so typisch nach Nadeln und Staub – eine Kombination, die mich immer an die Sommerurlaube meiner Kindheit erinnert. Der Herbst lockt mit wunderschöner Laubfärbung des Mischwaldes und im Winter ist meist der Randbereich des Achterwassers gefroren.

Auf der Tour gibt es zwei Lokale/Cafes, in die ich gerne einkehre, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Habe ich euch neugierig gemacht? Vielleicht trifft man sich ja am Gnitz!

Liebe Grüße
Eure Laura

 

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